Vikrams Mondfahrt: Fünf Fakten über die indische Mondlandung

Indien will Geschichte schreiben und einfach mal nach den Sternen greifen. Gut, so weit dann doch nicht, aber immerhin nach dem Mond. Am 7. September 2019 soll die erste indische Mondsonde auf unserem Trabanten landen, in einer Gegend, wo zuvor noch kein Roboter oder Mensch war – am Südpol. Was Ihr darüber wissen müsst!

1. Der Mondlander wurde nach einem indischem Physiker benannt

Fakt1
Lander Vikram ist nach dem Begründer des indischen Weltraumprogramms benannt, Vikram Sarabhai. Die Weltraumbehörde entstand 1969 und Sarabhai trug maßgeblich zu ihrer Entwicklung bei. Dabei blieb es aber nicht. Dem Physiker zu Ehren hat man auch den Mondkrater Sarabhai und den Asteroiden (2987) Sarabhai nach ihm benannt.

2. Die Mondlandung von Indien ist bereits der zweite Versuch

Fakt2
Die indische Weltraumbehörde ISRO startete bereits am 22. Oktober 2008 mit einer Rakete und der Raumsonde Chandrayaan-1 in Richtung Mond. Nach 10 Monaten brach der Funkkontakt aber ab, die Mission war vorzeitig beendet. Grund für Indien aufzugeben? Niemals! Die Mission wurde trotzdem als Erfolg bewertet und, wie wir grad sehen, aktuell vom Satish Dhawan Space Centre aus mit der Muttersonde Chandrayaan-2 erfolgreich fortgeführt.

3. Indien wäre damit die vierte Nation auf dem Mond

Fakt3
Indien ist bei erfolgreicher Mission die vierte Nation, die geplant auf unserem Trabanten landet (hoffen wir). Vorher haben es geschafft: Na klar, die USA, China und damals noch die Sowjetunion mit ihrem Lunar-Lander. Israel hat es neulich versucht, leider ist die Sonde Beresheet beim Landeanflug zerschellt. Immerhin: Die Bärtierchen haben überlebt und schlummern nun als einzige Lebewesen mit dauerhafter Basis auf dem Mond.

4. Der Landeplatz befindet sich am Südpol

Fakt4
Die Sonde wird auf einer südlichen Ebene zwischen dem Krater Manzinus C und Simpelius N landen. Warum ausgerechnet hier? Die Südpolregion unseres Trabanten ist von außergewöhnlichen strategischem Interesse, da hier Wassereis nachgewiesen wurde. Zudem scheint hier das ganze Jahr über die Sonne – interessant für eine künftige Solarenergiegewinnung auf dem Mond. In tiefen dunklen Kratern werden Eisvorkommen vermutet. Wasser könnte künftig nicht nur für Leben auf dem Mond wichtig werden, sondern auch für die Treibstoffherstellung. Kein Wunder, dass China und Russland ebenfalls ein Auge auf diese Region geworfen haben.

5. Roboter Pragyan soll 500 Meter weit fahren

Fakt5
Einmal am Südpol gelandet, öffnet sich der Lander Vikram und der kleine Roboter Pragyan macht sich auf den Weg, die eisigen Wüsten des Mondes zu erkunden. Einen halben Kilometer soll er fahren. 13 wissenschaftliche Geräte helfen Vikram, Pragyan und dem Satelliten bei der Untersuchung dieser noch geheimnisvollen Gegend des Mondes: Chemikalien werden untersucht, die Oberfläche kartiert und vielleicht sogar das ein oder andere Mondbeben aufgezeichnet. Zwei Wochen lang sollen die beiden Daten sammeln. Der Satellit sendet diese Informationen zurück zur Erde.

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