Perseverance: Eine neue Ära in der Marsforschung

Er ist so groß wie ein Kleinwagen, hat neben einem Hubschrauber zahlreiche wissenschaftliche Instrumente an Bord und soll nicht weniger schaffen, als Spuren von Leben auf dem Mars zu entlarven. Perseverance ist derzeit der Star der Raumfahrtszene. Was der Mars-Rover kann und warum er eine neue Ära der Marsforschung einleitet.

Es war der 30. Juli 2020, als eine Atlas-V-Trägerrakete von Cape Canaveral in Florida in Richtung Mars startete. Mit an Bord: ein super komplexer mehr als 1.000 Kilogramm wiegender Mars-Rover der NASA, namens Perseverance, was so viel wie Beharrlichkeit bedeutet. Die braucht der kleine Rover auch. Seine Mission: die Suche nach Spuren von Leben auf dem roten Planeten und durch Gesteinsanalysen herausfinden, wann der Mars von kleinen Organismen bevölkert gewesen sein könnte. Dafür hat er jede Menge Instrumente und Kameras an Bord und gleicht vielmehr einem High-Tech-Sportauto aus einem futuristischen Science-Fiction-Film.

Mit den Instrumenten kann der Rover Marsproben sammeln, diese mittels Röntgen- und Ultraviolettspektrometer durchleuchten und sie in einem Behälter aufbewahren, sodass kommende Mars-Missionen diese Behälter mit zurück auf die Erde nehmen könnten. Stellt euch mal vor, Wissenschaftler könnten künftig unter perfekten Bedingungen in den Laboren forschen und sich den Marsstaub aus nächster Nähe anschauen – wer weiß, was dabei alles zum Vorschein kommt?

Zudem soll Perseverance testen, inwiefern sich Sauerstoff aus der kohlendioxidreichen Luft filtern lässt – interessant etwa für künftige bemannte Missionen. Auch das Flussdelta, wo er landen wird, gehört zu seinen größten Interessen. Mit seinen Kameras wird er die Gegend abscannen und 360-Grad-Fotos in Farbe schießen. Das DLR schreibt sogar, dass die Augen von Perseverance in der Lage sind, Objekte von der Größe einer Fliege über die Länge eines Fußballfeldes hinweg sichtbar zu machen.

Und als wäre das nicht schon spannend genug, hat das kleine Gerät einen solarbetriebenen Mini-Hubschrauber im Gepäck. Die Drohne wird erstmalig in der Geschichte des Mars motorisierte Testflüge in der dünnen Marsatmosphäre unternehmen. Ingenuity, das bedeutet Einfallsreichtum, soll zeigen, dass Fliegen auf dem Mars möglich ist. Am 18. Februar 2021 soll Perseverance im Jezero-Krater auf dem Mars landen. Man glaubt, dass dieser Krater vor vielen Milliarden Jahren mal ein großer See gewesen ist – und wo es Wasser gab, könnte es ja auch Leben gegeben haben, oder nicht?

Wer es bis nächstes Jahr nicht abwarten kann: Hier hat Tim nochmal alles Wichtige zu dieser spannenden Mission zusammengetragen:

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