Der Sternenhimmel im November: Planetenbesuch und Sternschnuppen

Nach der Zeitumstellung Ende Oktober beginnen die Nächte jetzt schon viel früher. Was den einen traurig stimmt, erfreut den Sternenfan. Denn schon am frühen Abend ist es jetzt schon so dunkel, dass man einen fantastischen Blick auf die Sterne im November hat. Von seltsamen Wasserwesen, strahlenden Planeten und funkelnden Sternschnuppen.

Unübersehbar strahlen die beiden Gasplaneten Jupiter und Saturn am frühen, südlichen Abendhimmel. Ihr könnt sie gut erkennen, es sind derzeit die ersten leuchtenden Punkte am Himmel nach Sonnenuntergang. Sie liegen genau zwischen den beiden Tierkreiszeichen Schütze und Steinbock. Während sich der Schütze bei uns im hohen Norden nur teilweise zeigt, ist der Steinbock in lichtschwachen Gegenden perfekt zu erkennen.

Während sich die Planeten und die beiden Tierkreiszeichen langsam am südlichen Horizont verabschieden, rücken ein paar seltsame Wasserwesen nach: Die Fische, der Walfisch, die Südlichen Fische und der Wassermann. Die Südlichen Fische sind leider kaum zu sehen, dabei beherbergen sie einen der interessantesten Sterne im Sonnensystem: den hellen Stern Fomalhaut, der zu den 20 hellsten Sternen der Galaxie gehört. Er ist rund 25 Lichtjahre von unserer Sonne entfernt und ist etwa 400 Millionen Jahre jung. Der Stern ist von einer Staubscheibe umgeben, eine stark präzisierte Ringstruktur, weswegen man vermutet, dass der Stern von einem Exoplaneten umkreist wird – der Planet Dagon wurde 2008 erstmals direkt beobachtet. Allerdings vermutet man seit diesem Jahr auch, dass es sich dabei um eine Staubwolke handeln könnte.

Weiteres Highlight im November sind die Tauriden. Dieser Meteorstrom scheint seinen Ausgangspunkt im Sternbild des Stiers zu haben, das ab Mitternacht weit oben am südöstlichen Himmel steht. Ab Mitte November verdunkelt sich auch das Licht des abnehmenden Mondes wieder, sodass ihr die Sternschnuppen perfekt beobachten könnt. Verantwortlich für das funkelnde Spektakel ist unter anderem der kurzperiodische Komet 2P/Encke. Die Erde nähert sich der Umlaufbahn dieses Kometen an und die vielen kleinen Staub- und Eisbrocken, die der Komet bei seinem Umlauf um die Sonne verliert, fallen auf die Erde, verglühen in der Atmosphäre und viele Menschen auf der Erde schließen die Augen und wünschen sich was – etwa, dass die dunkle Zeit bald vorübergehen mag. Und das dauert auch gar nicht mehr so lang. Am frühen Morgen zeigen sich schon die ersten Frühlingsboten: Der Löwe als eines der wichtigsten Frühlingssternbilder steht um fünf Uhr morgens bereits hoch überm östlichen Horizont.

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