Sternschnuppen: Tipps für die Leoniden-Nacht

Jedes Jahr, wenn die Erde die Umlaufbahn des Kometen Tempel-Tuttle durchkreuzt, schenkt uns dieser mit seinen verlorenen Steinchen, Staubkörnern und Eisbrocken ein funkelndes Spektakel am Himmel. Mitte November erreicht der Meteorstrom der Leoniden seinen Höhepunkt. Was ihr darüber wissen müsst und wie ihr richtig viele Sternschnuppen sehen könnt, erfahrt ihr hier bei uns im Blog.

Im November werden Wünsche wahr. Und nicht etwa, weil Weihnachten naht. Nein, weil unser Himmel von leuchtenden Meteoren durchzogen ist. Der Grund: Der Sternschnuppenregen der Leoniden erreicht jedes Jahr im November seinen Höhepunkt. Die Erde befindet sich auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne ganz nah an den Überresten des Kometen Tempel-Tuttle. Seine Hinterlassenschaften fallen auf die Erdatmosphäre und verglühen dort in einem leuchtenden Spektakel.

Der Auslöser: Komet 55P/Tempel-Tuttle

55P/Tempel-Tuttle ist ein sogenannter kurzperiodischer Komet, der erstmals 1865 von Ernst Wilhelm Leberecht Tempel entdeckt wurde. Ganz unabhängig davon fiel der Komet 1866 Horace Parnell Tuttle vor die Linse – und so entstand der Name. Das „P“ steht für die kurzperiodischen Kometen (die Herleitung stammt aus dem Englischen: periodic comet; damit werden Kometen bezeichnet, deren Umlaufzeit kleiner als 200 Jahre ist bzw. zwei bestätigte Beobachtungen des Periheldurchgangs vorliegen) und die 55 ist einfach die fortlaufende Nummerierung von Kometen. Der erstmals beobachtete berühmte Halleysche Komet hat etwa die Bezeichnung 1P/Halley.

Die Leoniden sind nach dem Sternbild des Löwen benannt, eine wunderschöne Sternenkonstellation des Frühlings, die man aber bereits in den Herbst- und Winternächten am frühen Morgen hoch überm östlichen Horizont sehen kann. Von dort scheinen die Sternschnuppen her zu kommen, man spricht dann vom Radianten. Der Radiant, also der scheinbare Ursprung, befindet sich im Löwen.

Leoniden beobachten: Tipps für die funkelnde Nacht

Man braucht kein spezielles Equipment, um Sternschnuppen zu beobachten. Wichtig ist eine freie Sicht auf den Himmel und in Richtung des Radianten. Sogar in lichtverschmutzten Gegenden, wie es etwa bei uns in Köln der Fall ist, lassen sich die Meteore wunderbar beobachten. Der Höhepunkt des Meteorschauers ist am 16. November. Die Augen brauchen immer ein paar Minuten, bis sie sich an die Dunkelheit gewöhnen. Zudem lohnt es sich, eine liegende Position einzunehmen, um keine Nackenstarre zu bekommen. Von daher: Liegestuhl und warme Decken mitnehmen!

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