Fünf Fakten über Panama

Oh, wie schön ist Panama – ja, damit beginnt wohl jeder zweite Reiseblogbeitrag über das kleine Land in Zentralamerika. Aber es stimmt ja auch. Das Land ist nicht nur berühmt für den großen Kanal, sondern auch für bezaubernde Landschaften und fantastischen Kaffee. Lest hier unsere 5 Fakten über Panama.

Der Panama-Hut stammt gar nicht aus Panama

Jeder kennt ihn wohl, den handgeflochtenen Strohhut mit dem Namen Panama-Hut. Der Jipijapa, wie er auch genannt wird, stammt aber gar nicht aus Zentralamerika. Vielmehr begannen die Ecuadorianer im 17. Jahrhundert erstmals mit der Fertigung dieses Sonnenhuts, der mittlerweile zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO gehört. Woher die Verwechslung stammt? 1855 wurde der Hut für Napoleon III in Panama eingeschifft. Die Franzosen dachten damit erstmals, dass der Hut eben aus Panama stammte. Und als dann im 19. Jahrhundert die Güter aus Südamerika nicht direkt in die USA exportiert werden durften, sondern über eine zentrale Zollstelle in Panama verschickt werden musste, erhielten alle Güter – auch die Hüte – eben den Zollstempel aus Panama. In den USA nannte man ihn spätestens seit Theodore Roosevelt, der den Panama-Kanal mit so einem Hut besichtigte, dann panama hat – ein Mythos, der sich über die ganze Welt verbreitet hat.

Eine der edelsten Kaffeesorten wächst in Panama und hat einen japanischen Namen

Der Geisha-Kaffee gehört vermutlich zu den teuersten Kaffeesorten der Welt. Anders als der japanische Name vermuten lässt, hat die Bohne ihren Ursprung in Äthiopien, genauer gesagt rund um die Gegend des Berges Geisha, und wächst heute in den feuchten Bergen von Panama. Angeblich schmeckt dieser Kaffee gar nicht nach Kaffee – trotzdem ist er vor allem in Asien ein begehrtes Produkt. Und dass, obwohl auch der Preis unschlagbar ist. Rund 80 Dollar kostet ein Pfund.

Rund 14.000 Schiffe durchfahren jedes Jahr den Panama-Kanal.

Der rund 30 Jahre andauernde Bau der wohl wichtigsten Wasserstraße der Welt war ohne Zweifel eines der größten Ingenieursprojekte in der Geschichte des kleinen Landes. Der Kanal ist mehr als 80 Kilometer lang und verbindet den Atlantik mit dem Pazifik. Praktisch für die Schiffe, die nun nicht mehr das Kap Hoorn umrunden oder die Magellan-Straße durchfahren müssen, um auf die andere Seite des Kontinents zu gelangen. Rund 14.000 Schiffe nutzen jedes Jahr die Wasserstraße, um den Umweg zu meiden und spülen damit Geld in die Kassen des zentralamerikanischen Landes. Rund 5 Prozent des weltweiten Seefrachtverkehrs schwimmt durch den Kanal. Fast 8 Prozent des panamaischen BIP konnte mit der Wasserstraße erwirtschaftet werden. Und auch ein trauriger Fakt: Rund 28.000 Menschen verloren beim Bau des Projektes durch Krankheiten und Unfälle ihr Leben.

Über 1.500 Inseln gehören zu Panama

Das Land des Dschungels und der Berge hat noch viel mehr zu bieten: Neben einer rund 3.000 Kilometer langen Küste an Atlantik und Pazifik nennt das kleine Land tausende von Inseln sein Eigen. Zwei Drittel davon befinden sich im Pazifik. Westlich liegt etwa das Archipel Bocas del Torro, dünn besiedelte Inseln, die von Mangrovenwäldern gesäumt sind. Dazu kommen die sogenannten San-Blas-Inseln, eine Inselkette von mehreren hundert kleinen Inseln, die einem Reisekatalog entsprungen zu sein scheinen. Ein Abstecher auf diese Inseln lohnt allemal. Gemeinsam mit einer Familie der Guna Yana verbringt man ein paar Nächte in einer Bambushütte, teilt sich das Bett mit Krebsen und Kakerlaken und bekommt zu Mittagessen frischen Fisch.

Der Name „Panama“ bedeutet fischreicher Ort

Die Karibik ist nicht nur bekannt für die vielen schönen Inseln, sondern auch für die bunte Unterwasserwelt. Nicht umsonst gehen viele Taucher gern in den warmen Gewässern bei Panama unter Wasser, um dort den reichen Fischbestand zu bewundern. Das erkannten auch schon die Cueva-Indianer, die vor vielen Jahren ihr Dorf in der Nähe der heutigen Hauptstadt Panama City gebaut hatten und diesen Ort so tauften.

Mehr Fakten über Panama gibts in diesem YouTube-Video von uns:

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